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Konfliktmanagement Seminare | Überblick: Anbieter, Inhalte, Kosten, Grenzen

Konfliktmanagement Seminar / Kurs / Schulung / Weiterbildung / Training

Ursachen für Konflikte gibt es viele – und nicht immer sind diese bewusst. Oftmals gärt es lange in den Beteiligten, bevor ein Konflikt an irgendeiner Stelle erkennbar wird (siehe Was sind Konflikte). Dann schwelt er in unterschiedlichen Hitzegraden weiter, ohne eine Lösung zu finden. Erst wenn die Teilnehmer konstruktiv miteinander kommunizieren, besteht eine Chance zur Konfliktlösung (vgl. konstruktiv streiten lernen).

Was lernt man in einem Konfliktmanagement Seminar?

In einem Konfliktmanagement Seminar lernen die Teilnehmer, die man in Konfliktfällen eine angemessene Gesprächskultur pflegt. Spannungen und Reibungen sind im Alltag normal. Sie können sogar jede Menge kreatives Potenzial haben – vorausgesetzt, man spricht die Konflikte offen an und vermeidet es, Öl ins Feuer zu gießen. Persönliche Vorwürfe sind nicht zielführend. Insbesondere Führungskräfte sollten in der Lage sein, durch ein entsprechendes Training (siehe Führungskräftecoaching) in Krisen als unparteiischer Vermittler zu agieren.

Zu Konflikten kann es bei der Teamentwicklung oder bei Umstrukturierungen des Unternehmens mit Kompetenzverschiebungen kommen. Konfliktmanagement Seminare vermitteln Führungskräften, wie sie gewaltfrei kommunizieren können (siehe Gewaltfreie Kommunikation / Rosenberg). Sie lernen, die Situation zu analysieren und Lösungen oder Kompromisse zu finden, die den Konflikt bereinigen. Um mit Konfliktpotenzial angemessen umzugehen, gibt es Tools und kommunikative Techniken. Diese werden in einem guten Konfliktmanagement Seminar vermittelt.

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Konfliktmanagement - Konflikte professionell managen und konstruktiv lösen (© Giulio Fornasar / Fotolia)

Konfliktmanagement: Konflikte lösen auf professionelle Art

Konflikte lösen ist eine Kompetenz, die von jedem Menschen gefordert wird. Ob zu Hause oder am Arbeitsplatz, ob im Kindergarten, in der Schule oder unter Führungskräften: Konflikte treten überall dort auf, wo Menschen mit unterschiedlichen …

Konfliktkompetenz als Soft Skill im Soft Skills Würfel von André Moritz (© www.soft-skills.com)

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Konfliktmanagement, Konfliktlösung und Mediation
Konfliktkompetenz ist die Bereitschaft und Fähigkeit, (erfolgreich) mit unterschiedlichen Konflikten umzugehen. Dazu gehört einerseits die Fähigkeit, Konflikte zu erkennen, zu analysieren, zu steuern und zu lösen. Andererseits impliziert Konfliktkompetenz die Bereitschaft, Konflikte …


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Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater von Friedrich Glasl (Amazon)

Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater (von Friedrich Glasl, bei Amazon) | Beschreibung: In Zeiten großer Veränderung müssen Unternehmen mit Spannungen, Reibungen und Gegensätzen umgehen können. Führungskräfte und Verwaltungsräte brauchen deshalb fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten der Konfliktbewältigung. Dieses bewährte Handbuch entwirft ein wissenschaftlich abgestütztes, umfassendes Modell zur Diagnose und Behandlung von Konflikten, das sich auch in der Praxis vielfach bewährt hat.

Konfliktmanagement: Konflikte erkennen, analysieren, lösen (von Gerhard Schwarz, bei Amazon)

Konfliktmanagement: Konflikte erkennen, analysieren, lösen (von Gerhard Schwarz, bei Amazon) – Beschreibung: Konflikte zu lösen wird für Führungskräfte immer wichtiger, denn das rasche Tempo der Veränderungen und die immer stärkere Konfrontation mit anderen Kulturen mehren das Konfliktpotenzial. Gerhard Schwarz, ausgewiesener Experte für Konfliktmanagement, vermittelt vielfältige Anregungen für den konstruktiven Umgang mit Konflikten. Er macht deutlich, welchen Sinn Konflikte haben und wie wichtig es ist, Konflikte anzuerkennen. Eine zentrale These lautet: Das Konfliktverhalten von Einzelnen, Gruppen …


Welche Inhalte werden in einem Konfliktmanagement Training vermittelt?

In einem Konfliktmanagement Training / Kurs / Schulung werden die Ursachen und Gründe für eine Konfliktentstehung untersucht. Konflikte haben eine bestimmte Dynamik (siehe Konfliktphasen). Es gilt, ein Hochschaukeln des Konfliktes zu vermeiden und Eskalationen entgegenzuwirken. Fragen der Wahrnehmung, der Interpretation und der firmeninternen Gesprächskultur in Konflikten werden im Seminar untersucht. Es geht um die Rolle von unternehmerischen Interessen, das Entstehen von Interessengruppen innerhalb der Belegschaft und von individuellen Bedürfnissen von Mitarbeitern. Wichtig ist auch, welche Einstellung eine Führungskraft zu Konflikten, internen Reibereien oder offen ausgetragenen Machtkämpfen hat. Wer in Krisensituationen zu harmoniesüchtig ist, umschifft solche Konfliktherde gerne. Er entwickelt Vermeidungsstrategien – und das findet sich auch bei bestimmten Mitarbeitern wieder. Diese lassen sich gegebenenfalls lieber krankschreiben, als das klärende Gespräch zu suchen.

Konflikte können auch Chancen bergen. Sie können in diesem Sinne gerade durch ihr Entstehen zu kreativen Lösungsansätzen führen. Bei der Konfliktlösung geht es darum, dass die Teilnehmer gemeinsam die Situation analysieren, und dabei frei und direkt ihre Gefühle und Besorgnisse ausdrücken können. Alle anderen müssen diese Bedürfnisse respektieren. Die Vermittler müssen von allen Seiten Lösungen im Sinne der Unternehmensinteressen erbitten, dürfen diese aber nicht einfordern oder erzwingen. Dazu bedarf es einer lösungsorientierten Kommunikation. Diese will Konflikte klären, statt ihre Eskalation in Kauf zu nehmen. Sie will die Bedürfnisse aller Seiten klar artikulieren und strebt danach, eine Win-win-Lösung zu entwickeln, die alle Seiten berücksichtigt.

Der Einsatz von Deeskalationstechniken ist in solchen Situationen hilfreich, um den angestauten Ärger in sachliche Bahnen zu lenken. Die Teilnehmer an einem Konfliktmanagement Seminar lernen, wie sie mit Frage- und Feedback-Techniken (siehe Feedback Regeln sowie im weiteren Sinne Kritikkompetenz) und der Kunst des Zuhörens (siehe richtiges Zuhören) zum Ziel kommen können. Konfliktlösung ist meist eine Frage positiver und klarer Kommunikation. Das Hinhören ist enorm wichtig, denn es signalisiert die Bereitschaft, etwas zu verändern. Jeder kann – selbst in noch so verfahrenen Situationen – fair streiten lernen und Konflikt-Fähigkeiten erlernen. Wichtig ist dabei eine sachliche Ansprache und eine Kommunikation ohne persönliche Angriffe oder Vorwürfe. Eine Streitkultur zu entwickeln, die nach bestimmten Regeln vorgeht, kann sehr kreativ und befruchtend sein.

Konfliktlösungs-Tools: Klärende und deeskalierende Methoden für die Mediations- und Konfliktmanagement-Praxis (von Peter Knapp, bei Amazon)

Konfliktlösungs-Tools: Klärende und deeskalierende Methoden für die Mediations- und Konfliktmanagement-Praxis (von Peter Knapp, bei Amazon)

 

Beispielhafte Anbieter von Konfliktmanagement Seminaren

IME Seminare – Konflikte erfolgreich lösen u.a.

Konfliktmanagement Schulung bei ime Seminare (ime-seminare.de/konfliktmanagement-seminar/ am 07.11.2018)

Konfliktmanagement Schulung bei ime Seminare (ime-seminare.de/konfliktmanagement-seminar/ am 07.11.2018)

Beim „Institut für Management-Entwicklung“ (ime Seminare), werden die Seminare in Konfliktmanagement in Städten wie Berlin, Nürnberg, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf und Esslingen abgehalten. Bei diesem Unternehmen haben bereits große Unternehmen wie Toyota, Thyssen-Krupp oder Mazda ihre Führungskräfte zu einem Training geschickt (siehe auch Führungsseminare, Führungskräftetraining Berlin).

Die IME-Seminare sind praxisnah und handlungsorientiert. Sie umfassen Rollentraining und Konfliktmanagement Spiele, um die Perspektive anderer einzunehmen (vgl. auch Konfliktmanagement Spiele). Die Seminare leben vom regen Austausch in der Gruppe und der Untersuchung von Praxisbeispielen sowie deren Lösungen.

Es gibt verschiedene Einzelkurse rund um Konflikt:

  • Konflikte erfolgreich lösen (siehe hier)
  • Konfliktmanagement für Führungskräfte (siehe hier)
  • Konfliktmanagement für die Assistenz (siehe hier)
  • das Seminar „Machtspiele“ (siehe hier)

Die Seminare kosten jeweils mehr als 1000 Euro, der Übernachtungspreis im Tagungshotel ist dabei noch nicht enthalten. In der Regel läuft die entsprechende Schulung über 2 Tage.

Viola Moritz Seminare – Seminar Konfliktmanagement / Konflikttraining

Konfliktmanagement Seminar in Berlin - Viola Moritz Seminare (moritz-seminare.de/seminare/konfliktmanagement.html am 07.11.2018)

Konfliktmanagement Seminar in Berlin – Viola Moritz Seminare (moritz-seminare.de/seminare/konfliktmanagement.html am 07.11.2018)

Coach und Management-Trainerin Viola Moritz bietet Inhouse-Seminare zum Konfliktmanagement sowie offene Seminare in einem Tagungszentrum in Berlin Mitte an. Inhalte sind u.a.:

  • Konflikte erkennen und professionell lösen
  • Strategien zur Konfliktbewältigung
  • Konflikte ansprechen – Umgang mit eigenen Emotionen

Angesprochen sind Führungskräfte, die in Kleingruppen zu je max. zehn Personen das Thema von verschiedenen Seiten erörtern. Konkret heißt es auf der Website: „Das Managementtraining Konfliktmanagement richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die ihren eigenen Konfliktstil verbessern und überprüfen wollen. Sie wollen lernen, Konflikte konstruktiv und gewinnbringend zu lösen.“

Viola Moritz arbeitet seit Jahren als erfahrener Coach in Unternehmensangelegenheiten. In der Eigendarstellung auf der Website: „Die Trainerin Viola Moritz ist seit mehr als 14 Jahren Expertin für die Themen Konfliktmanagement, Kommunikation, Gesprächsführung und Rhetorik. Die Unternehmen profitieren von ihren praxisnahen Trainings, hohem Einfühlungsvermögen und lösungsorientierter Arbeitsweise. Mit einem Masterabschluss in Erwachsenenbildung hat sie eine fundierte akademische Ausbildung für die Arbeit mit Lerngruppen.“

Gibt es Grenzen bei der Konfliktbewältigung?

Konflikte bergen viel zerstörerisches Potenzial (Konflikt Definition), insbesondere wenn sie schon lange schwelen. Oftmals führen sie zu innerer Kündigung, Verweigerungshaltungen, Dienst nach Vorschrift oder dem Zerfall von Teams – und in manchen Fällen auch dazu, dass gute Mitarbeiter sich versetzen lassen oder sich ein anderes Unternehmen als Arbeitsplatz suchen. Ein Training in Konfliktbewältigung und Kommunikation kann nur so erfolgreich sein, wie die Mitarbeiter es in dieser krisenbehafteten Situation zulassen. Wenn die Teilnehmer an einem Lösungsversuch konstruktiv und kreativ mitwirken, stehen die Chancen auf eine Lösungsmöglichkeit oder einen Kompromiss gut. Verhärten sich die Fronten aber, und es kommt zu einer Eskalation, wird es schwierig.

Unternehmensinterne Machtkämpfe und die Bildung von Fraktionen verhindern jeden Fortschritt in einer verfahrenen Situation. Gegebenenfalls müssen die Sprecher oder Rädelsführer abgemahnt, in andere Abteilungen versetzt oder entlassen werden, damit wieder Ruhe einkehrt. Eine gute Lösung ist das allerdings nicht. Oftmals nutzen weder von oben verordnete Trainingseinheiten in Sozialkompetenz noch in Teambildungsstrategien, um die Krise zu entschärfen. Es ist zu überlegen, ob die Kosten für Ausfälle, Blockaden, Krankschreibungen, Streik-Aufrufe, liegengebliebene Arbeit und solche Kurse sinnvoll sind – oder ob andere Strategien gefunden werden müssen, um das Konfliktfeld zu bereinigen. Manchmal nützt alle Meditation nichts. Der Unternehmer muss gegebenenfalls willens sein, energisch durchzugreifen, um das Unternehmen wieder ans Laufen zu bringen. Er hat aber auch die Möglichkeit, einen firmenexternen Schlichter anzurufen und den Konflikt in Kleingruppen zu analysieren. Oftmals sind dann machbare Lösungen leichter zu finden, als in einer großen Gruppe, in der Gruppenzwänge und -dynamiken wirksam sind.

Vgl. auch: Möglichkeiten und Grenzen der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg für die Konfliktbewältigung in Organisationen: https://www.grin.com/document/173677


Konflikten vorbeugen, sie erkennen und lösen (von Heinz Jiranek und Andreas Edmüller, bei Amazon)

Konflikten vorbeugen, sie erkennen und lösen (von Heinz Jiranek und Andreas Edmüller, bei Amazon)

Selbsthilfe in Konflikten: Konzepte - Übungen - Praktische Methoden (von Friedrich Glasl, bei Amazon)

Selbsthilfe in Konflikten: Konzepte – Übungen – Praktische Methoden (von Friedrich Glasl, bei Amazon)


 

Kann ein Konfliktmanagement Seminar etwas verändern?

Je länger Konflikte in einem Unternehmen oder Team schwelen, desto schwieriger wird es, eine Lösung zu finden. Wenn bestimmte Eskalationsstufen erreicht sind, ist meistens nicht mehr viel zu verbessern. Daher ist es notwendig, unternehmensinterne Konflikte bereits in ihrem Entstehen zu erkennen und zu bereinigen. Das ist Sinn und Ziel aller Konfliktmanagement Seminare.

Vor allem ist es für die Führungskräfte wichtig, die Ursachen und Gründe für die Konfliktentstehung zu erkennen. Möglicherweise stehen Ängste oder berechtigte Interessen bestimmter Mitarbeiter dahinter, die nach Berücksichtigung verlangen. Auch Unternehmer müssen Angebote machen und Schritte auf die Mitarbeiter zugehen können. Wenn die interne Struktur, ein cholerischer narzisstischer Manager oder die firmeninterne Politik Grund für Konflikte ist, müssen diese anders kommuniziert oder verändert werden. Manchmal wirkt ein neuer Manager oder Teamleiter wahre Wunder, was die Erneuerung der Unternehmenskultur angeht.

Negative Aspekte von Konflikten können ein Unternehmen handlungsunfähig machen. Daher gilt es, die im Seminar erlernten Maßnahmen und Methoden auf die niedrigen Eskalationsstufen auszurichten. Vor allem aber gilt es, durch regelmäßige Mitarbeitergespräche mögliche Konfliktherde und berechtigte Bedürfnisse bereits im Vorfeld eines ausbrechenden Konflikts zu erkennen. Nur so können Unternehmer oder Abteilungsleiter rechtzeitig Gegenmaßnahmen zur Vorbeugung gegen eine Eskalation oder Kündigungen guter Mitarbeiter zu ergreifen. Wenn alle Teilnehmer willens sind, sich auf Gespräche konstruktiv einzulassen und die Fronten noch nicht allzu verhärtet sind, kann das Wissen aus einem Konfliktmanagement Kurs sehr sinnvoll angewendet werden.

Konfliktmanagement-Trainings erfolgreich leiten - der Seminarfahrplan

Konfliktmanagement-Trainings erfolgreich leiten: Der Seminarfahrplan (Edition Training aktuell) – bei Amazon | Beschreibung: Mit diesem Leitfaden erhalten Sie chronologisch geordnete Inhalte und Methoden, die sich in dieser Zusammensetzung bewährt haben, um Mitarbeiter-Seminare zum Thema Konfliktmangement zu leiten. Darüber hinaus finden Sie einen zweiten Seminarfahrplan für ein Konfliktmanagement-Training für Führungskräfte. Dieser zweite Fahrplan bietet einige ergänzende Reiseziele, und manche Station wird mit einem anderen Erkenntnisinteresse oder auf einem anderen Hintergrund besucht. Auf Ihrer Reise wird Sie ein vollgepackter Methodenkoffer begleiten, in dem Sie zahlreiche Vorgehensweisen und Alternativen für die Trainingsgestaltung finden.

Können Konflikte auf tiefergehende Probleme hinweisen?

Diese Frage ist sehr interessant – vor allem, wenn die Firma bestrebt ist, schwelende Konflikte nicht kreativ und konstruktiv lösen zu wollen, weil bei der Konfliktlösung firmeninterne Strukturen auf das Tapet kommen könnten. Daher versuchen die Unternehmer oft, die Konflikte innerhalb des Unternehmens zu halten, statt gleich einen externen Mediator hinzuzuziehen. Dieser würde das große Ganze betrachten und Vorschläge machen, die auch die Geschäftsleitung oder bestehende Hierarchien betreffen könnte. Die Mitarbeiter solcher Unternehmen können bestenfalls den Betriebsrat einschalten – sofern es einen gibt.

Wenn eine Konfliktlösung nicht im Interesse des Unternehmens liegt, sind Abmahnungen und Kündigungen verdächtiger Mitarbeiter ein probates Mittel zur Lösung des Krisenherdes. Das aber ist auf Dauer nur eine Scheinlösung. Wenn strukturelle Probleme zu einer Krise führen, können diese bei der Lösung des Konfliktes nicht ausgespart werden. Die Kosten für einen externen Mediator rechnen sich, wenn das Unternehmen bereit ist, auch seine eigenen Hierarchien und Strukturen infrage zu stellen. Auch der Betriebsrat als Interessenvertretung der Belegschaft hat hier ein Wörtchen mitzureden. Konfliktlösung muss immer das Streben nach einem Konsens bedeuten. Daher ist eine andere Lösung anzustreben, wenn in einer krisenbeladenen Situation kein Konsens erzielt werden kann.

Konflikte bei der Teamentwicklung

Konflikte bei der Teambildung sollten teamintern geregelt werden können. Ist das nicht möglich, ist das Team unter Umständen nicht optimal zusammengesetzt. Es kommt in Teams oft zu Machtkämpfen, zu Kompetenzfragen und Streitigkeiten um die Zuständigkeiten. Die Teilnehmer eines Teams sollten sich als Gruppe sehen, die die Ziele des Unternehmens verfolgt – und nicht als willkürlich zusammengewürfelter Haufen von karrierebeflissenen Individuen und Perfektionisten, die hochmütig vor allem anderen eigene Interessen durchsetzen wollen (vgl. Teamfähigkeit Definition).

Teaminterne Konflikte werden meistens wenig konstruktiv gelöst. Statt die Teambildung zu fördern, die Stimmung im Team zu verbessern und die individuellen Leistungen jedes Teilnehmers anzuerkennen, werden bestehende Probleme oft umschifft oder ignoriert. Es kommt nicht zur notwendigen Aussprache, die Teamentwicklung stockt. Der Konflikt verschärft sich, Machtkämpfe brechen aus. Das Team kann nicht mehr kreativ arbeiten. Die Teilnehmenden in solchen Teams arbeiten immer öfter gegeneinander. Jeder ist bestrebt, den eigenen Vorteil zu wahren. Solche verfahrenen und emotionell aufgeheizten Situationen kann auch ein Konflikttraining oder Kommunikationstraining kaum verbessern.

Nur gegenseitige Wertschätzung und eine offene Kommunikation können an der Krise etwas ändern. Bei einer Teamentwicklung muss die Chemie stimmen. Die Aufgaben müssen gerecht verteilt sein und das gemeinsame Streben zum Wohle des Unternehmens oder der Abteilung sollte allen gleichermaßen zur Profilierung dienen können. Kommunikationstraining ist insofern wichtig, als es zu Konfliktlösung beitragen kann, entsprechende Strategien zu kennen und zu nutzen. Nicht nur an Führungskräfte werden in Sachen Kommunikation hohe Ansprüche gestellt. Auch die Teammitglieder müssen sich bewusst sein, dass das Team nur effektiv arbeiten kann, wenn Probleme und Konflikte bei jedem Zusammentreffen sofort besprochen und kreativ gelöst werden. Es darf gar nicht erst zur Entwicklung von Krisen und Eskalationsstufen kommen.

Systemisches Konfliktmanagement: Modelle und Methoden für Berater, Mediatoren und Führungskräfte (Systemisches Management) - von Kurt Faller, Bernd Fechler, Wilfried Kerntke - bei Amazon | Beschreibung: Im Räderwerk von Unternehmen müssen Konflikte keine Kostentreiber sein, sie können eine Chance sein. Richtig gesteuert und bearbeitet, lassen sich Konflikte schon im Vorfeld entschärfen und für das Weiterkommen der Organisation nutzen. Das Buch stellt den Ansatz von Systemdesign vor, der Mediation, Organisationsentwicklung, Systemische Beratung und Coaching miteinander kombiniert. Mit Methoden zur Gesprächsführung, Konfliktdiagnose und Projektsteuerung sowie mit Werkzeugen, wie zum Beispiel Eskalationsmechanismen, bietet es zudem einen Praxis-Baukasten für ein optimales Konfliktmanagement.

Systemisches Konfliktmanagement: Modelle und Methoden für Berater, Mediatoren und Führungskräfte (Systemisches Management) – von Kurt Faller, Bernd Fechler, Wilfried Kerntke – bei Amazon | Beschreibung: Im Räderwerk von Unternehmen müssen Konflikte keine Kostentreiber sein, sie können eine Chance sein. Richtig gesteuert und bearbeitet, lassen sich Konflikte schon im Vorfeld entschärfen und für das Weiterkommen der Organisation nutzen. Das Buch stellt den Ansatz von Systemdesign vor, der Mediation, Organisationsentwicklung, Systemische Beratung und Coaching miteinander kombiniert. Mit Methoden zur Gesprächsführung, Konfliktdiagnose und Projektsteuerung sowie mit Werkzeugen, wie zum Beispiel Eskalationsmechanismen, bietet es zudem einen Praxis-Baukasten für ein optimales Konfliktmanagement.

Falls innerhalb eines Teams gravierende Entscheidungen anstehen, sind Konsens-Findungen meistens schwierig. Dafür wäre ein gemeinsames Ziel notwendig. Wird dieses gefunden, sind Lösungsansätze möglich. Oft kommt es in Teams, in denen die Chemie nicht mehr stimmt, zu persönlichen Auseinander­setzungen und Macht­kämpfen. Diese können durch ein versach­lichendes Prozedere minimiert werden, das in einer Art Sitzungs­regel festgelegt wird. Diese könnte Punkte wie

  • das Einhalten bestimmter Redezeiten
  • die Wertschätzung aller Teammitglieder und ihrer Beiträge
  • die gemeinsame Analyse der gemachten Vorschläge zwecks sachlicher Qualitäts- und Machbarkeits­prüfung
  • die gemeinsame Abstimmung über alle Vorschläge
  • und das Streben einer Kompromiss­lösung, die allen Team­mitgliedern gerecht wird

umfassen. Wichtig ist, dass grund­sätzlich alle Vorschläge berücksichtigt, von allen Seiten beleuchtet und wertgeschätzt werden, auch wenn aus nahe­liegenden Gründen nicht alle umgesetzt werden können.

Konflikte innerhalb eines Teams müssen nicht notwendigerweise als negativ und zerstörerisch angesehen werden. Sie können sogar sehr fruchtbarer Boden sein, wenn eine positive Streitkultur besteht und alle Teammitglieder sich gleichermaßen wertgeschätzt fühlen. Wo es um Vertrauen und Loyalitäten geht, sind auch private Zusammentreffen wichtig. Nur so kann ein Team sich besser kennenlernen und zusammenwachsen. Die Dynamik im Team muss ausgewogen sein. Jeder muss seine Fähigkeiten und Argumente einbringen können.

Quellen:

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