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soft-skills.com » Führungsqualitäten eines Chefs

Führungsqualitäten – eine Begriffsklärung

Führungsqualität Definition | Führungsqualitäten eines Chefs (© Jamrooferpix / stock.adobe.com)

Führungsqualitäten sind heute in nahezu jedem Unternehmen gefragt, gerade in den leitenden Positionen. Ganz egal, ob Sie ein ganzes Unternehmen, eine Abteilung oder nur ein Team führen – Führungskompetenz ist nicht nur wichtig, sondern will auch geschult sein und stets weiterentwickelt werden. Erfahren Sie hier, durch welche Eigenschaften sich eine gute Führungskraft auszeichnet. Zunächst soll aber der Begriff „Führungskompetenz“ im Sinne von Führungsqualität anhand einer Definition erläutert werden. Dann erwartet Sie wichtige Tipps, wie Sie Ihre Führungspersönlichkeit entwickeln und ausbauen können.

Definition von „Führungskompetenz“

Leadership Definition: Was macht Führungsqualität / Führungskompetenz aus? (© knee0 / Fotolia)
Leadership Definition: Was macht Führungsqualität / Führungskompetenz aus? (© knee0 / Fotolia)

Unter diesem Begriff, in der Wirtschaftssprache spricht man oft auch von Leadership Skills, versteht man die Fähigkeit einer Person in leitender Funktion, mithilfe von speziellen Führungstechniken und Kompetenzen das Verhalten seiner Teammitglieder so zu lenken und die Aufgaben so zu delegieren, dass die erwarteten Resultate erzielt werden. Und dafür muss die Führungskraft, meist ist dies der Manager eines Bereiches, seine Leute für das Ziel motivieren können. So ist ein Vorgesetzter für die Erfolg bringende Umsetzung von Aufgaben verantwortlich, und zwar nicht allein, sondern gemeinsam mit seinem Team. Im Allgemeinen gehören zu den Aufgabengebieten eines Managers bzw. Gruppen-/Teamleiters neben der Führung auch die Planung, die Organisation und die Kontrolle. Ob eine Führungskraft bei der Erfüllung seiner Aufgaben und der Leitung seines Teams erfolgreich ist, lässt sich daran messen, ob er die Erwartung von Vorgesetzten, Geldgebern, Kunden und der Öffentlichkeit erfüllen kann. (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrungskompetenz)

Führungsqualitäten – was gehört dazu?

Eine Führungspersönlichkeit sollte in der Lage sein, sein Team für von den gesetzten Zielen zu überzeugen (siehe auch Zielvereinbarungsgespräch, andere motivieren können). Dafür sind bestimmte Führungstechniken notwendig. Da diese Skills nicht angeboren sind, muss man sie entweder im Studium, im Rahmen einer Weiterbildung oder durch das „Selbststudium“ erwerben. Natürlich gibt es auch Leute, die mit einem Charakter gesegnet sind, der für eine Führungsposition gemacht ist. Ihnen fällt es sicherlich leichter, sich diese Eigenschaften anzueignen, aber niemand ist von Anfang an mit Führungsqualität auf die Welt gekommen. Doch können die führungsrelevanten Kompetenzen auch über eine Schulung, Seminare oder ein Coaching erworben werden.

Beim Erlernen von Führungsqualitäten ist es wichtig, stets selbstkritisch zu bleiben, das eigene Verhalten zu reflektieren und einen authentisch zu bleiben (siehe authentisch sein). Gefragt ist auch Bereitschaft, Kompetenzen und Skills (vgl. Kompetenzen Definition) immer wieder zu erweitern.

Michael Page gibt auf seiner Website zehn wertvolle Tipps, wie man eine Führungs­persönlichkeit entwickeln kann.

Sich diese Eigen­schaften anzueignen ist nicht nur vorteilhaft für die Karriere, sondern für viele Jobs auch unabdingbar. Denn in vielen (Groß-)Unternehmen haben nur diejenigen eine Chance, die über Führungs­qualitäten verfügen. Und dazu gehört nach Michael Page:

  • Vorbildfunktion: Ob Pünktlichkeit, Flexibilität, Bescheidenheit oder Zuverlässigkeit – wer von seinem Team diese Eigenschaften erwartet, muss sich selbst daran halten.
  • Kommunikation: Den richtigen Ton für klare Ansprachen sowie ein sicheres Auftreten sind Eigenschaften, die keineswegs fehlen dürfen. Diese gehören ebenso wie ein offenes Ohr und die Fähigkeit, auf andere einzugehen, zu einer erfolgreichen Kommunikation.
  • Flexibilität: Von einer guten Führungskraft wird erwartet, dass sie auf unerwartete Situationen schnell reagieren kann und immer in der Lage ist, für jedes Problem eine gute Lösung zu finden.
  • Verantwortung übernehmen und abgeben: Ein Team zu führen bedeutet nicht nur, Verantwortung für seine Leute zu tragen, sondern diese auch durch gutes Delegieren abgeben zu können.
  • Tolerant sein: Ein guter Vorgesetzter akzeptiert die Fehler seiner Leute – vorausgesetzt, diese kommen nicht ständig in schwerwiegenden Ausmaßen vor. Unterläuft einem Mitarbeiter ein Fehler, so sucht er gemeinsam mit ihm eine gute Lösung sowie einen Weg, um diesen in der Zukunft zu vermeiden.
  • Selbstkritisch sein: Auch für Führungskräfte gilt: Irren ist menschlich. Wichtig ist, seine Fehler auch gegenüber den Mitarbeitern einzugestehen.
  • Potenziale erkennen: Welche Stärken und Schwächen haben die einzelnen Teammitglieder? Ein guter Vorgesetzter teilt sein Wissen, fördert Potenziale und gibt seinen Leuten die Möglichkeit, selbst Leadership-Skills zu entwickeln. Es ist zwar gefragt, sich selbst immer weiterzuentwickeln, jedoch sollte es auch in seinem Interesse sein, die Karriere seiner Mitarbeiter voranzutreiben.

Video: Zehn Gebote einer erfolgreichen Führung


Gleiche Führungsqualitäten für verschiedene Jobs?

Wer an einem Kurs für Führungskräfte teilgenommen hat, erhält in der Regel ein Zertifikat als Nachweis für die erworbene Qualifikation. Dieses stellt sicherlich einen Pluspunkt für die Bewerbung um eine Stelle in der Führungsposition dar. Wer eine Weiterbildung im Rahmen der Jobsuche absolvieren möchte, sollte jedoch im Blick behalten, dass die verschiedenen Jobs auch mit unterschiedlichen Anforderungen einhergehen. Welche das sind, hängt zum einen von der Branche und zum anderen von der Abteilung sowie von der angestrebten Position ab. Ganz konkret heißt es: Eine Stelle in der Presse oder im Vertrieb erfordert weitaus mehr Kommunikationsgeschick (Kommunikationskompetenz) als eine Stelle im Qualitäts- oder Logistikmanagement. Dieselbe Kompetenz kann somit für die eine Position erfolgversprechend sein, während sie für die andere weniger von Bedeutung ist. Eine Führungskraft kann in ihrer Position nur dann erfolgreich sein, wenn ihr Kompetenzprofil auch dem Anforderungsprofil der Arbeitsstelle bzw. des Unternehmens entspricht. So wollen die Führungsinstrumente, die ein Vorgesetzter im Umgang mit seinem Team und bei der Umsetzung der Ziele einsetzt, gut gewählt sein. (Quelle: klug-md.de/Wissen/Unternehmensspezifisches_Kompetenzmodell.htm)

Ein kompetenter Vorgesetzter, der über ein breites Spektrum an Führungstechniken verfügt, kann diejenigen Komponenten hervorheben, die für seine Position und das Unternehmen wichtig sind. Im Grunde gibt es kein allgemeingültiges Kompetenzmodell, das für alle Jobs und für jedes Unternehmen gleichermaßen wichtig ist. Daher macht es wenig Sinn, sich von einem einzigen Kurs zu erhoffen, dass man die erlernten Führungsinstrumente in jeglichen Positionen einsetzen kann. Grundsätzlich ist es für den weiteren Verlauf der Karriere wichtig, sich Führungsqualitäten anzueignen und diese immer wieder auszubauen – ganz egal, ob über eine Schulung oder auf eigene Faust. Nur soll es in der Bewerbung für den Arbeitgeber deutlich gemacht werden, wie man seine Fähigkeiten in seinem Unternehmen einsetzen möchte; siehe auch Soft Skills in der Bewerbung.

Wie kann man richtiges Führen schulen?

Ob Intensivseminar, Workshop oder Coaching – Trainings für Führungskräfte gibt es zahlreich. Um eine passende Schulung für sich oder seine Mitarbeiter zu finden, müsste man nur einmal das Internet durchforschen und das passende Angebot finden. Wer solche Trainings besucht, bekommt vom Experten wichtige Führungsinstrumente vermittelt, die für die Entwicklung eines eigenen Führungsstils und der eigenen Führungsqualität hilfreich sind.

Natürlich ist es auch möglich, die Führungspersönlichkeit auf eigene Faust (weiter-) zu entwickeln. Wer schon immer wissen wollte, ob er das Zeug zu einer Führungskraft hat oder, ob er bisher seinen Führungsaufgaben gerecht wurde, kann dies mit diesem Test herausfinden: resource-people.de/onlinetest/online-test-fuehrungswissen.php.

Die oben genannten Merkmale einer guten Führungskraft können Sie sich etwa über Online Seminare oder mithilfe von Ratgebern und einschlägigen Literaturen auch selbst aneignen. Und damit das gelingt, sollten Sie sich über folgende Punkte bewusst werden (Quelle: hafawo.at):

  1. Der erste Schritt zu einer guten Führung sind Selbstreflexion und Selbstmanagement. Nur wer sich selbst gut kennt, kann auf andere eingehen und Verantwortung für sie übernehmen. Da der Vorgesetzte als Vorbild fungiert, hat sein Verhalten eine große Auswirkung auf seine Leute, siehe zum Beispiel zum Thema Konfliktmanagement. Seinem Verhalten wird meist eine große Bedeutung beigemessen.
  2. Führungsqualitäten müssen erlernt und immer weiterentwickelt werden.
  3. Im Umgang mit einem Team, das aus unterschiedlichen Charakteren und Kompetenzen besteht und mit unterschiedlichen Erwartungen einhergeht, ist die Wahl eines angemessenen Führungsstils das A und O (Führungsstile Übersicht).
  4. Treten während der Arbeitsprozesse oder innerhalb des Teams Schwierigkeiten auf, dann sollte der Vorgesetzte der erste Ansprechpartner sein. Somit sind Offenheit und Empathie Merkmale, die jede gute Führungskraft mitbringen sollte.
Buch: "Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien" von John C. Maxwell | Beschreibung: "Wer Führungskraft sein will, sollte sie kennen – die 21 wichtigsten Führungsprinzipien. Lebens- und Managementberater John Maxwell hat diese während seiner über dreißigjährigen Tatigkeit ausgearbeitet. Viele seiner Klienten haben sie verinnerlicht und leben danach. Wollen auch Sie erfolgreicher in Beruf und Familie sein, wird Ihnen dieses Buch ein guter Begleiter sein." (Amazon)
Buch: „Leadership: Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien“ von John C. Maxwell | Beschreibung: „Wer Führungskraft sein will, sollte sie kennen – die 21 wichtigsten Führungsprinzipien. Lebens- und Managementberater John Maxwell hat diese während seiner über dreißigjährigen Tatigkeit ausgearbeitet. Viele seiner Klienten haben sie verinnerlicht und leben danach. Wollen auch Sie erfolgreicher in Beruf und Familie sein, wird Ihnen dieses Buch ein guter Begleiter sein.“ (Amazon)

Wie bereits erwähnt, sind gute Führungskräfte nicht nur in der Lage, die eigenen Fähigkeiten in der Führung auszubauen, sondern auch die seines Teams zu fördern. Schließlich besteht ein Unternehmen nicht aus Einzelpersonen, sondern aus verschiedenen Abteilungen und Arbeitsbereichen sowie Hierarchien. Indem ein Vorgesetzter, egal auf welcher Hierarchieebene, für das ihm untergestellte Team offen ist und die Stärken sowie Schwächen seiner Leute kennt (siehe persönliche Stärken und Schwächen analysieren), kann er ihre Fähigkeiten angemessen einsetzen und fördern.

Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. So kann er etwa seinen Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, eine Weiterbildung zu absolvieren, um wichtige Führungskompetenzen zu erwerben. Mitunter muss ein Manager auch erkennen, dass einer seiner Mitarbeiter zum Beispiel Hilfe im Kontext von Stressprävention benötigt – und entsprechend handeln; Stichwort Fürsorgepflicht. Sinnvoll ist auch ein (Einzel-) Coaching für ausgewählte Teammitglieder, bei welchem sie die notwendigen Skills erlernen können. Auf diese Weise bildet er weitere Führungskräfte aus, an die er wiederum Verantwortung abgeben und sich so besser auf das Delegieren konzentrieren kann. Diese Win-Win-Situation kommt sowohl der Führungskraft als auch seinem Team zugute. (Quelle: business-netz.com/Mitarbeiterfuehrung/Fuehrungsfeedback-Mitarbeiterverhalten-spiegelt-eigene-Fuehrungsqualitaeten)

Veröffentlicht am 26.02.2024 von soft-skills.com
Schlagwörter zu diesem Artikel: Führungskompetenz, Führungsstil, Mitarbeiterführung

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