Die Entscheidung, welchen beruflichen Weg wir einschlagen, ist wichtig für das gesamte Leben. Gerade junge Menschen sind an diesem Punkt oft überfordert. Dann beeinflussen Schulnoten oder Ratschläge die Entscheidung. Die Soft Skills werden bei der Wahl des beruflichen Werdegangs hingegen häufig vernachlässigt – ein Fehler, wie sich oftmals zeigt.
Kommunikative Kompetenzen – Schlüsselfähigkeiten im Umgang mit Menschen
In vielen Berufen gehören der direkte Kontakt und der Umgang mit Menschen zu den täglichen Aufgaben. Das sind teilweise ganz unterschiedliche Berufe, wie an den Beispielen Krankenschwester oder Verkäufer deutlich wird. Im Kern sind jedoch sehr ähnliche Soft Skills erforderlich, um sich in diesen Umgebungen wohlzufühlen.
In erster Linie ist hier die Empathie zu nennen. Es gibt Personen, die von Natur aus sehr empathisch sind. Damit sind sie prädestiniert für Berufe im Umgang mit Menschen, besonders im Gesundheitssektor. Zu den kommunikativen Kompetenzen gehören aber auch Skills wie das Überzeugungsvermögen und allgemeine rhetorische Kompetenzen.

Mentale Kompetenzen – ein Vorteil in kreativen Berufen und bei Fachwissen
Die mentalen Kompetenzen decken einen weiten Bereich ab und lassen sich nicht einfach nur mit dem Synonym Wissen beschreiben. Zu diesen Soft Skills gehören Punkte wie systemisches Denken oder Lese- und Lernkompetenz. Wer über diese Soft Skills verfügt, kann zum Beispiel angewandte Biologie studieren oder einen ähnlichen Bildungsabschluss anstreben.
Soft Skills aus dem Bereich der mentalen Kompetenzen helfen zum einen beim Erlernen von neuem Fachwissen. Am Beispiel angewandte Biologie sind dies naturwissenschaftliches und technisches Wissen. Zum anderen sind mentale Kompetenzen wichtig, um ein tiefes Verständnis für ein bestimmtes Thema zu entwickeln. Bei angewandter Biologie ist systemisches Denken beispielsweise wichtig, um Zusammenhänge in komplexen Systemen zu erkennen. In der Praxis ist dies notwendig, um die molekularen Grundlagen zu verstehen oder Prozesse auf industriellem Niveau zu designen.
Führungskompetenzen – unabdingbar für Leader und Selbstständige
Personen, die in Positionen mit Verantwortung sind, müssen bestimmte Fähigkeiten mitbringen. Dazu gehören Manager und Führungskräfte, aber auch Selbstständige gehören in diese Kategorie. Zu den wichtigsten Führungsqualitäten von Managern gehören unter anderem strategisches Denken, Entscheidungsfreude und Veränderungsmanagement. Aber auch Selbstbewusstsein und kommunikative Fähigkeiten sind Stärken in diesen Positionen.
Die eigenen Soft Skills herausfinden und trainieren
Die eigenen Stärken und Schwächen bei den Soft Skills zu identifizieren, ist nicht immer ganz einfach. Mit etwas Selbstreflexion und einer Stärken-Schwächen-Analyse ist es jedoch meist möglich, einige der eigenen Soft Skills sehr genau zu identifizieren.
So lässt sich feststellen, ob einem die Arbeit direkt mit Menschen Spaß macht oder ob einem eine Tätigkeit, die möglichst alleine stattfindet, eher zusagt. Das sagt etwas über die Teamfähigkeit aus, aber auch Soft Skills wie die Kreativität oder die Networking-Kompetenz lassen sich auf diesem Weg erkennen. Wer emphatisch veranlagt ist, könnte im sozialen Sektor seine Berufung finden.
Aber Soft Skills lassen sich auch trainieren. Es gibt zum Beispiel Seminare für Verkäufer. Auf diesen werden der Umgang mit Kunden, Verkaufsgespräche und ähnliche Situationen simuliert. Das stärkt Soft Skills wie die Menschenkenntnis oder auch die Präsentationskompetenz.
Soft Skills sind also sehr wichtig, wenn es darum geht, in einem bestimmten Beruf erfolgreich zu sein. Fast noch wichtiger ist, dass unsere Soft Skills bestimmen, wie wohl wir uns bei einer bestimmten Aufgabe fühlen. Gerade das ist bei der Berufswahl wichtig, denn die Arbeit begleitet uns täglich für eine lange Zeit.



