Inzwischen lernt jeder BWL-Student (allerspätestens im MBA-Aufbaustudium), dass eine klare Vision, eine Mission, sauber formulierte Ziele sowie zum Ziel führende Strategien ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Organisationen sind - und letztlich erzählt das auch jede Unternehmensberatung ihren Kunden. Das gilt auch für Teams, die - auf einer anderen Ebene - letztlich auch Organisationen sind.
Wer die Mitglieder einer Arbeitsgruppe mehr zu einem Team zusammenschweißen will, tut als Teamleiter gut daran, für eine Vision, eine Mission, Ziele und Strategien des Teams zu sorgen. Der Grund: Wenn Menschen eine gemeinsame Aufgabe, ein Verständnis über eine gemeinsame Rolle und Funktion innerhalb einer größeren Organisation haben, können sie ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl ist in den meisten Fällen wichtig, um effizient zusammenarbeiten zu können. Je stärker dieses Gemeinschaftsgefühl ausgeprägt ist, umso mehr verbindet es und fördert gegenseitige Hilfe im Team.
Manchen Teamleitern erscheint es anfangs lächerlich, eine Vision oder Mission für ihr Team aufzustellen; sie fürchten damit nicht ernst genommen zu werden. Andere Teamleiter haben bereits begonnen, diese Methode einzusetzen, um aus einzelnen Menschen mit ähnlichen Aufgaben innerhalb eines Großraumbüros oder einer Organisationseinheit ein echtes "Team" zu machen. Und einige wenige nutzen diese Technik bereits seit Jahren erfolgreich, um ihre Mitarbeiter zu einer effektiven und effizienten Zusammenarbeit zu motivieren.
Als Mitglied oder Leiter eines Teams liegt es an Ihnen, in welche Gruppe Sie sich einordnen möchten. Wer jedoch ernsthaft an wirksamen Teams interessiert ist, wird früher oder später um den Aufbau und die professionelle Formulierung von Teamzielen und einem Selbstverständnis des Teams hinsichtlich Rolle, Funktion und gemeinsamer Aufgabe nicht herumkommen.
Als Beispiel dafür, wie so etwas aussehen kann, soll ein IT-Helpdesk innerhalb eines Unternehmen dienen: |