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Merkmale von Konflikten

Konflikt kurz vor dem Explodieren (© apops / Fotolia)

Neben den Anzeichen im Vorstadium von Konflikten (siehe Konfliktanzeichen zur Frühwarnung) lassen sich bereits ausgebrochene Konflikte anhand einiger charakteristischer Merkmale erkennen. Die folgenden Merkmale von Konflikten erheben lange keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie sind aber den meisten Konflikttypen gemein:

  • So sind Konflikte fast immer emotional und gefühlsbeladen und dies gilt umso stärker, je hoher die Betroffenheit, der Leidensdruck und die Kontroversen der Konfliktparteien sind. Die Emotionalität von Konflikten lässt sich bei den Beteiligten dann an Angespanntheit, Gereizheit oder auch indirekt ausgedrückter Angst ablesen.
  • Konflikte sind typischerweise störend, d.h sie unterbrechen den normalen Handlungsablauf, behindern die Abwicklung definierter Prozesse und verzögern oder verhindern die Erzielung gewünschter Resultate. Dies gilt für Einzelpersonen, für Teams, für ganze Abteilungen und letztlich sogar zwischen Unternehmen und Institutionen.
  • Konflikte haben den unvermeidbaren Drang zur Eskalation, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt, sprich in irgendeiner Form gelöst werden. Hier geht es um das berühmte „überlaufende Fass“. In der Regel nimmt die Intensität von Konflikten nie von allein ab, es sei denn Rahmenbedingungen verschiebenen sich durch externe Faktoren. In den meisten Fällen steigt neben der Intensität des Konflikts dessen Emotionalität und der Kreis der Betroffenen wächst, weil die Konfliktparteien nach und nach Verbündete suchen und Koalitionen schmieden.
  • Konflikte erzeugen mit zunehmender Eskalation Druck, genauer zunehmenden Leidens- und Handlungsdruck. Aufgrund ihrer zunehmend störenden und hemmenden Wirkung wird die Notwendigkeit zu reagieren immer größer, spätestens wenn das Ausmaß der Eskalation die Beteiligten und deren organisationellen Rahmen im Sinne ihrer normalen Aktivitäten handlungsunfähig mach

Zusammenfassung: Merkmale von Konflikten

  • Konflikte sind emotional und gefühlsbeladen.
  • Konflikte stören Abläufe und verzögern oder verhindern, dass Menschen die gewünschten Resultate erzielen.
  • Die Intensität von Konflikten nimmt in der Regel nicht automatisch ab, sondern eskaliert, bis das sprichwörtliche „Fass zum Überlaufen“ kommt.
  • Die Konfliktbehandlung dauert meist so lange, bis die mit dem Konflikt verbundenen Störungen und der Leidensdruck unerträglich werden.

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Bildnachweis Titelbild: © apops / Fotolia