Infos rund um

Soft Skills - Tipps & Training


Einführung, Grundlagen, Basics


Soziale Kompetenz


Kommunikative Kompetenz


Personale Kompetenz


Führungskompetenz


Umsetzungskompetenz


Mentale Kompetenz
Entscheidungsstärke
Konstruktive Lebenseinstellung
Kreativität
Lese- und Lernkompetenz
Menschenkenntnis
Motivierungsvermögen
Nonverbale Sensibilität
55-38-7-Regel nach Mehrabian
Distanz- und Raumzonen
Stressbewältigungsvermögen
Systemisches Denken


Bücher


Seminare


Glossar/Lexikon


Buchproben: SSfYP


Kontakt & Impressum
Sitemap




Sie sind hier: Soft Skills - Tipps & Training Mentale Kompetenz Nonverbale Sensibilität  


NONVERBALE SENSIBILITÄT

Körpersprache und Ausstrahlung

Nonverbale Sensibilität als Soft Skill umfasst eine Reihe von Fähigkeiten im Zusammenhang mit Körpersprache (nonverbale Signale im engen Sinn) und Stimmeinsatz/Stimmqualität (paraverbale Signale). Im Detail gehört dazu vor allem:
> Fähigkeit, körpersprachliche Signale (Mimik, Gestik, Haltung) bewusst wahrzunehmen und sinnvoll zu interpretieren
> Fähigkeit, paraverbale Signale (Stimmhöhe, Sprechrhythmus, Lautstärke, Atmung etc.) bewusst wahrzunehmen und sinnvoll zu interpretieren
> Fähigkeit, körpersprachliche Signale im obigen Sinne gezielt einzusetzen, um eine gewünschte Botschaft zu transportieren bzw. zu unterstützen
> Fähigkeit, paraverbale Signale im obigen Sinne gezielt einzusetzen, um eine gewünschte Botschaft zu transportieren bzw. zu unterstützen.

Pacing & Leading

Während Nonverbale Sensibilität im Gegensatz zu vielen anderen Soft Skills relativ wenig Aspekte auf der mentalen Ebene hat, gibt es auf der Ebene der Modelle/Konzepte und der Ebene der Methoden/Techniken eine Reihe von Bausteinen, welche für das Training und die Entwicklung nonverbaler Sensibilität genutzt werden können. Auf der Ebene der Erklärungsmodelle gehört dazu zum Beispiel die 55-38-7-Regel nach Mehrabian, das Wissen um Distanz-/Raumzonen im zwischenmenschlichen Umgang, das Konzept der Augenzugangshinweise aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren), die Kopplung von innerem und äußeren Zustand eines Menschen, die Wirkung von Kleidung als Sprache, das bekannte Kindchen-Schema, der Zusammenhang zwischen Pupillengröße und Interesse sowie vieles andere mehr.

Als gezielt einsetzbare Techniken im Rahmen von Körpersprache und paraverbalen Signalen (Stimme) gibt es zum Beispiel das Pacing, konkret das Stimm-Pacing, Gestik-Pacing und das Haltungs-Pacing. Auch der gezielte Einsatz von Händedruck, festem Stand, aufrechtem Sitzen, angemessener Berühung in Gesprächen oder Wege nonverbaler Zustimmungsignalisierung sind Bausteine auf dem Weg zu mehr Verständnis und Nutzung von nonverbalen und paraverbalen Signalen.

Nutzen des Trainings nonverbaler Sensibilität

Sie können Inkongruenzen bei Ihrem Gegenüber identifizieren, d.h. erkennen, wenn sich die verbale Sprache und die nonverbalen Signale widersprechen, denn der Körper lügt nicht. Auf diese Weise erkennen Sie frühzeitig Bedenken, Manipulationen, Lügen, Ängste, vorgespielte Gefühle etc.
Sie können Ihre Stimme, Mimik und Gestik gezielt einsetzen, um das, was Sie sagen, deutlich und unterbewusst wirkend zu unterstreichen. Dadurch können Sie überzeugend und glaubwürdig auftreten und wirken.
Sie können Gefühle wirkungsvoller ausdrücken, wenn Sie eine Kongruenz von Verbalem, Mimik, Gestik, Haltung und Stimmqualität herstellen, d.h. zum Beispiel Begeisterung oder auch Macht gezielt über Rhetorik und Körpersprache nach außen kommunizieren.
Sie können Ihre rhetorische Kompetenz durch gezielten Einsatz Ihrer Körpersprache und Stimme erhöhen und damit erfolgreich auch vor großem Publikum auftreten und reden.
Sie können Menschen wortlos durch Körpersprache beeinflussen und dies sogar weitgehend unbewusst für Ihr Gegenüber, da die Wahrnehmung und Interpretation der Körpersprache größtenteils auf unbewusster Ebene abläuft. Auf diese Weise können Sie gezielt gewünschte Signale aussenden und Impulse geben, ohne etwas direkt aussprechen oder jemanden verbal auffordern zu müssen.
Sie erweitern Ihre Emotionale Intelligenz, da im Gegensatz zur rationalen Seele des Menschen, die sich verbal ausdrückt, die Sprache der Emotionen weitestgehend nonverbal ist. Daniel Goleman zufolge, dem Autor von "Emotionale Intelligenz", artikulieren sich mehr als 90% der Emotionen nonverbal (vgl. Daniel Goleman, Emotionale Intelligenz, Seite 129).

Nonverbale Sensibilität im Soft Skills Würfel

Nonverbale Sensibilität als Soft Skill ist Bestandteil folgender Kompetenzfelder:
> Soziale Kompetenz
> Mentale Kompetenz

Die Einordnung im Bereich der sozialen Kompetenz erklärt sich vor allem dadurch, dass das bewusste Wahrnehmen, sinnvolle Interpretieren und gezieltes Einsetzen von Körpersprache für die Kommunikation und zwischenmenschliche Interaktion äußerst bedeutsam ist. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ca. 93% der Kommunikation auf nonverbaler Ebene verläuft (vgl. 55-38-7-Regel nach Mehrabian). Somit bestimmen Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten rund um Körpersprache und Stimmeinsatz zu einem großen Teil mit, wie erfolgreich Sie in Ihrem Handeln in sozialen Kontexten sind.

Die Schnittmenge mit dem Bereich der Mentalkompetenz besteht vor allen Dingen in den Zusammenhängen von inneren Gefühlen und Gedanken und deren äußerer Repräsentation. Auf der Modell-Ebene ist hier vor allen Dingen das Wissen elementar, wie sich bestimmte Gefühle auf die Physiologie Ihres Gegenübers auswirken können und inwieweit Sie im Umkehrschluss durch Verändern der Physiologie auch Stimmungen beeinflussen können.

Zitate rund um Körpersprache und Nonverbales

"Wir haben keinen Dialog gebraucht, wir hatten Gesichter."  Billy Wilder, amerikanischer Filmregisseur östr. Herkunft 
"Wen das Auge nicht überzeugen kann, überredet auch der Mund nicht"  Franz Grillparzer, östr. Dichter