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Buchproben: SSfYP
1. Selbstbeobachtung
1.1. Werte und Glaubenssätze
1.2. Ziele und Visionen
1.3. Persönlichkeit und Ausstrahlung
1.4. Wahrnehmung
2. Selbstentwicklung
2.1. Arbeitstechniken
2.2. Selbstdarstellung, Ausstrahlung
2.3. Emotionale Intelligenz
2.4. Geistiges Wachstum & Ausgleich
2.5. Regeneration und Ausgleich
3. Gruppenbeobachtung
3.1. Motive und Bedürfnisse
3.2. Gruppentheorie - Teamdynamik
3.3. Interkultur
3.4. Evaluierung von Gruppen ...
4. Gruppenentwicklung
4.1. Networking - soz. Beziehungen
4.2. Partnerschaft, Familie, Freunde
4.3. Kommunikation in/vor Gruppen
4.3.1. Diskussionsleitung / Moderation
4.3.2. Überzeugend verhandeln
4.3.3. Manipulationstechniken und ...
4.3.4. Smalltalk
4.3.5. Kommunikationsstörungen
4.3.6. Schlagfertigkeit
4.4. Teams und Mitarbeiter führen


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Sie sind hier: Soft Skills - Tipps & Training Buchproben: SSfYP 4.3. Kommunikation in/vor Gruppen 4.3.3. Manipulationstechniken und ...  


STROHMANNTAKTIK

Ein virtuelles Feindbild aufbauen...

Eine ebenso subtile wie unfaire Manipulation ermöglicht die Strohmanntaktik. Sie wird gern von Politikern in Debatten und Talkshows angewandt. Die Strohmanntaktik verdankt ihren Namen dem virtuell aufgebauten „Strohmann“, einer Person oder Position, die in der dargestellten Form gar nicht existent ist.

Verzerrung und Vereinfachung der tatsächlichen Gegnerargumentation

Der Trick: Der Manipulator nimmt die Position und Argumente seines Gegners auf und schwächt sie durch Abwandlung so ab, dass ihre argumentative Bekämpfung einfach wird. Dies lässt sich in der Regel vor allen Dingen dadurch erreichen, dass gegnerische Aussagen unzulässig verallgemeinert, übertrieben oder ins Absolute erhoben werden. Dem Manipulator gelingt dies in vielen Fällen bereits dadurch, dass er unscheinbare Füllwörter weglässt, die aber inhaltlich essentielle Einschränkungen darstellen. Wer Nuancen wie „einige“, „manchmal“, „häufig“ oder „oftmals“ weglässt, gibt einer Aussage damit einen absoluten Wert, der vom Gegner bewusst nicht gewollt ist. Beispiel: ...

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Pauschale Argumente lassen sich leichter bekämpfen als differenzierte Aussagen

Die Motivation hinter einer verallgemeinerten und undifferenzierten Darstellung ist offensichtlich: Eine solche Position lässt sich viel leichter diffamieren und verbal bekämpfen als eine durchdacht differenzierte Darstellung.

Das Prinzip funktioniert deshalb so gut, weil die meisten Aussagen nur unter bestimmten Einschränkungen gültig sind. Für fast jeden Standpunkt und jede Regel gibt es Ausnahmen. Diesen Einzelfällen wird rhetorisch mit Einschüben wie „häufig“, „in der Regel“ etc. Rechnung getragen. Werden sie weggelassen, kann fast jede ins Absolute getriebene Darstellung scheinbar in ihrer Gesamtheit widerlegt werden, indem nur ein einziges Gegenbeispiel gefunden wird.

Zusammenhangloses Zitieren und abgewandelte Zitate

Eine ähnliche Wirkung kann durch bewusst falsches oder manipulatives Zitieren realisiert werden: Werden Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und möglicherweise in anderem Kontext eingebaut, können sie plötzlich einen völlig anderen Sinn haben. Das Zitat an sich ist nicht falsch, ebenso nicht die Behauptung, die zitierte Person hätte das Zitierte gesagt. Manipuliert wird hier durch das selektive Zitieren und die Verwendung in anderen Kontexten. Für das obige Beispiel lässt sich dies leicht veranschaulichen: ...

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Unterstellungen mit der Strohmanntaktik etablieren

Die Strohmanntaktik arbeitet insgesamt also mit der Idee, scheinbare Positionen zu konstruieren, die der Gegner effektiv jedoch gar nicht vertritt. Durch geschickte Formulierungen und Entgegnungen können ihm so Positionen unterstellt werden, die sich aus den vertretenen Meinungen und Argumenten gar nicht ergeben. Ein weiteres Beispiel: ...

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Die Entgegnung des Vaters hat mit der Feststellung der Mutter an sich gar nichts zu tun. Er äußert zwar eine Priorisierung, sagt aber über seine Zustimmung zu einer Renovierung inhaltlich nichts aus. Problematisch ist jedoch die immanente Unterstellung, die Mutter wäre gegen die Reparatur des Pools, was sie wiederum nicht gesagt hat. Wenn sie jedoch nicht zeitnah korrigiert, dass auch sie den Reparatur des Pools befürwortet, heißt es bald gegenüber den Kindern, Mutter wolle erst das Wohnzimmer renovieren. Der konstruierte Strohmann ließe sich vom Vater im Beisein der Kinder wirkungsvoll nutzen: Weil Mutter das Wohnzimmer renoviert haben will, gibt es diesen Sommer keinen Pool – ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, der sich objektiv gar nicht aus dem Dialog ergibt.

Vorsicht vor „Wortverdrehern“

Insgesamt heißt es für Sie ...

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