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Sie sind hier: Soft Skills - Tipps & Training Buchproben: SSfYP 4.3. Kommunikation in/vor Gruppen 4.3.3. Manipulationstechniken und ...  


MANIPULATIVER PESSIMISMUS / SCHWARZFÄRBEREI

Konsequenzen werden bewusst überzogen dargestellt

Die Schwarzfärberei verzerrt eine Situation oder Argumentation, indem überzogene Gegenargumente oder Beschreibungen genutzt werden. Diese Technik ist nicht zu verwechseln mit der Schwarzweißmalerei, wo ein Manipulator unterstellt, es gäbe nur zwei Alternativen.

Schwarzfärberei hingegen zielt mehr auf die emotionale Ebene: Wer sich von negativen oder positiven Übertreibungen beeindrucken lässt, gerät schnell von einer objektiven Analyse der Umstände ab. Stattdessen wird emotional „aus dem Bauch heraus“ entschieden. Genau dazu will der Manipulator Sie verleiten!

Der Gegner wird in eine Rechtfertigungshaltung gedrängt

Gern greifen Manipulatoren zwar offiziell die Position ihres Diskussionsgegners auf, dichten ihr jedoch völlig überzogene, düstere Konsequenzen an. Das dargestellte Szenario steht dann erst einmal im Raum. Der Diskussionsgegner muss sich zunächst rechtfertigen und verteidigen. Also wird er aufzeigen, dass die angesprochenen Konsequenzen nicht oder nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind und überzogen dargestellt wurden. Diese Rechtfertigungsshaltung und Verteidigungshaltung schwächt jedoch bereits seine Position. Dazu kommt, dass der Manipulator auf den Hinweis „nur mit geringer Wahrscheinlichkeit“ direkt mit einem Konter reagiert: ...

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Sachlich auf Manipulationsversuch reagieren

Eine Reaktion auf diese Manipulation ist aus den dargestellten Gründen schwierig. Werden Sie auf eine solche Art von Ihrem Gesprächspartner konfrontiert, müssen Sie mit Taktgefühl und Geschick nach einer passenden Entgegnung suchen. Versuchen Sie in einer solchen Situation Ihre Empörung über die famosen Unterstellungen zu unterdrücken. Die Diskussion oder Verhandlung darf nicht emotionalisiert werden. Erinnern Sie sich an den Grundsatz, die Sache von der Person zu trennen.

Erliegen Sie nicht der Versuchung, den Manipulator in eingeschnappter und aggressiver Weise seiner Manipulation zu beschimpfen, seine Fachkenntnis, Gesprächshaltung oder Diskussionsart und -weise abzuwerten. Dies bringt Ihnen insbesondere bei Anwesenden in der Regel mehr Minuspunkte als alles andere, weil Sie als „eingeschnappte Leberwurst“ dastehen. Sie wirken bei einer solchen Reaktion schwach, weil Sie sich rechtfertigen und hilflos verbal „um sich schlagen“. Das Publikum oder Diskussionspartner haben den Eindruck, dass an den Vorwürfen oder Darstellungen des Manipulators etwas dran sein müsste, wenn Sie derartig emotional reagieren. Verweisen Sie stattdessen auf die übertriebene Dramatisierung der Aussage Ihres Gesprächpartners. Rufen Sie zu Sachlichkeit auf und wiederholen Sie Ihre Argumente. Beispiel: ...

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Rutschbahntaktik als verschärfte Schwarzmalerei

Einige Manipulatoren steigern die Schwarzfärberei hin zur so genannten Rutschbahntaktik. Hier wird von einem Vorschlag ausgehend nicht nur eine unerwünschte Konsequenz unterstellt, sondern eine ganze Reihe von unerwünschten Folgen dargestellt. Die durchschlagende Wirkung basiert auf einer völlig übertrieben dramatisierten Ursache-Wirkungs-Kette. Dazu ein Beispiel: ...

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Das Beispiel verdeutlicht, wie hier versucht wird, durch die Konstruktion einer negativen Ursache-Wirkungskette den Gesprächspartner vom Kauf eines Autos auf Ratenzahlung abzubringen. Obwohl die dargestellten Konsequenzen zum Teil möglich und denkbar sind, wird an dieser Stelle doch übertrieben dramatisiert und in diesem Sinne manipuliert.

Stellen Sie die negative Ursache-Wirkungs-Kette in Frage

Die Abwehr einer solchen Motivation erfolgt durch konkretisierendes Fragen. Es ist zu bezweifeln, ob die dargestellten Konsequenzen tatsächlich eintreffen. Ebenso ist sachlich zu hinterfragen, mit welcher Wahrscheinlichkeit mit dem Eintreffen bzw. dem Zusammenhang einzelner Auswirkungen zu rechnen ist. Beispiel: ...

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