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Was versteht man eigentlich unter... Selbstoffenbarungsebene?

Das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun: die Selbstoffenbarungsebene (© thingamajiggs / Fotolia)

Nach dem psychologischen Kommunikationsmodell von Schulz von Thun gibt es vier Ebenen der Kommunikation, die „vier Seiten einer Nachricht“:

  1. die Sach-Ebene,
  2. die Beziehungs-Ebene,
  3. die Appell-Ebene und
  4. die Selbstoffenbarungs-Ebene.

Auf der Selbstoffenbarungsebene gibt der Sender einer Nachricht etwas über seine Gefühle, Einstellungen und Bedürfnisse preis.

Was ich über mich selbst preisgebe

In Gesprächen ist es wichtig, alle vier Ebenen zu beachten, um Missverständnisse zu vermeiden und klar kommunizieren zu können. Vor allem in der Kommunikation am Arbeitsplatz, z. B. in Meetings, Bewerbungs-, Mitarbeiter- und Kundengesprächen oder bei Präsentationen, wird meist die Sach-Ebene von Gesprächen betont. Hinter anscheinend rein sachbezogenen Aussagen verbergen sich aber auch Selbstoffenbarungen und Selbstdarstellungen des Gesprächspartners, die oft nur mit Einfühlungsvermögen und Augenmerk auf nonverbale und nichtsprachliche Ausdrücke erkennbar sind und richtig interpretiert werden können.

In speziellen Kommunikationstrainings können alle Kommunikationsebenen geschult werden. In Bezug auf die Selbstoffenbarungs-Ebene kommt es vor allem darauf an, sich selbst und seine Bedürfnisse klar und adäquat darstellen zu können. Schulungen, Seminare und Coachings können dabei helfen, diesbezügliche Fähigkeiten zu erlernen und auszubauen. Auch können sie auf eventuell unterbewusste Kommunikationsmuster aufmerksam machen, die eine erfolgreiche Selbstdarstellung und Verständnis auf seiten der Gesprächspartner verhindern.

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Bildnachweis Titelbild: © thingamajiggs / Fotolia