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NACHAHMUNGSLERNEN

Lerntheorien: Nachahmungslernen

Nachahmungslernen - auch Imitationslernen genannt - bezeichnet, wie der Begriff bereits verrät, das Lernen anhand von Beobachtung. Mit der Hilfe von Nachahmung erlernt bereits das Kleinkind verschiedene komplexe Kommunikationsmuster und Verhaltensmuster, die im sozialen Zusammenleben von größter Wichtigkeit sind. Das Nachahmungslernen hat den Vorteil, dass ein aufwendiger Lernprozess inklusive seiner Misserfolge und Irrtumsmöglichkeiten (=Lernen durch Versuch und Irrtum) entfällt, und ein Verhalten durch das Nachahmen z.B. der Mutter oder des Vaters direkt eingeübt wird.

Das Nachahmungslernen ist vor allem wichtig für die Ausprägung und Entwicklung der Persönlichkeit. Mit der Nachahmung werden Verhaltensweisen angeeignet, die z.B. in einer Gruppe für die eigene Akzeptanz wichtig werden können. Daher bezeichnet man das Nachahmungslernen auch als Lernen am Vorbild, da Personen wie die Eltern, Geschwister oder Freunde hier als Vorbilder für Verhalten dienen können.

Nachahmungslernen wird in erster Linie dort angewendet, wo besonders komplexe Bewegungsabfolgen (d.h. in der Motorik) einstudiert werden müssen, so lernt z.B. ein Tänzer von seinem Trainer, der ihm die Bewegungen vormacht.

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