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Was versteht man eigentlich unter... Manische Episode?

Manie vs. Depression: manische Episode (© Photographee.eu / Fotolia)

Manie & Depression

Eine Manie verläuft oft phasenweise. Die Betroffenen erleben dann manische Episoden. Eine manische Episode ist eine affektive Störung, bei der die Betroffenen einen inneren Antrieb und ein Hochgefühl erleben, welches weit über das Normalmaß hinaus gesteigert ist.

SymptomeTypische Symptome einer manischen Episode sind Rastlosigkeit, euphorische Anfälle, Ideenflucht, Rededrang, Realitätsverlust und Größenwahn sowie auch ein fehlendes Schlafbedürfnis begleitet von Schlafmangel. Durch die fehlende Bewusstheit der Betroffenen über ihre Krankheit liegt mit der manischen Episode eine Störung vor, die selbstgefährdendes und teilweise sogar fremdgefährdendes Verhalten nicht ausschließt.

Manische und depressive Phasen im Wechselspiel

Die Manie bzw. die manischen Episoden treten oft in Verbindung mit der Depression auf bzw. wechseln sich mit depressiven Phasen ab. Zur Behandlung dieser bipolaren Störung können neben Medikamenten auch verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Entspannungsübungen und Stressreduktion beitragen. Durch die medikamentöse Behandlung soll der üblicherweise erhöhten Ausschüttung der Neurotransmitter Noradrenalin und Dopamin entgegengewirkt werden.

Manie bei KünstlernDa eine manische Episode sich oft in hoch schöpferische Leistungen umsetzen kann, ist sie unter Künstlern, Schriftstellern und ähnlichem weit verbreitet. Zum Beispiel Vincent van Gogh oder Virginia Woolf sollen immer wieder manische Episoden erlebt haben. Aus dem Grund, dass die Betroffenen sich selbst nicht krank fühlen, werden diese affektive Störungen oft erst spät diagnostiziert. Insbesondere in unserer heutigen Leistungsgesellschaft können die leistungsfördernden Symptome von manischen Episoden, fälschlicherweise als ausschließlich positiv betrachtet werden, ohne deren Gefahren zu erkennen.

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Bildnachweis Titelbild: © Photographee.eu / Fotolia