Hierarchiestress entsteht in Unternehmen durch unangemessene (inadäquate) Führung und Organisation und kann wie jeder andere Stressor (stressauslösender Reiz) bei Mitarbeitern sowohl zu Eustress (stimulierendem Stress) als auch Disstress (krankmachendem Stress) führen.
Als Eustress ist Hierarchiestress stimulierend (anregend), leistungsfördernd und nicht zuletzt lebensnotwendig. Leistungsfördernd deshalb, weil jeder Mitarbeiter im Rahmen seiner Kompetenzen und Potenziale sicherlich einen nicht unerheblichen Einfluss zumindest auf eine unangemessene Organisation nehmen kann. Sei es über Vorschläge im Bereich des Ideenmanagements (Verbesserungsvorschlagswesens) oder des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).
Schwieriger gestaltet sich der Umgang mit Führungskräften, die ihre Rolle unangemessen leben und durch ihr Verhalten Hierarchiestress auslösen. Inwieweit hier jeder Mitarbeiter Einfluss nehmen kann, ist nicht zuletzt von der Feedback-Kultur des Unternehmens abhängig.
Deshalb ist es notwendig, Mitarbeiter und Führungskräfte für dieses Thema zu sensibilisieren und Methoden zu trainieren, um mit Hierarchiestress umzugehen und die positiven Elemente zu nutzen.