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Soft Skills - Tipps & Training
Glossar/Lexikon
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AMBIGUITÄT |
Widersprüche im Joballtag
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Der Ausdruck der Ambiguität entspringt der lateinischen Sprache und darf im Rahmen einer simplifizierten Betrachtung mit "Zweideutigkeit" übersetzt werden. Das Konzept der Ambiguität unterscheidet sich gravierend von dem der Ambivalenz und deshalb sind diese beiden Begriffe terminologisch nicht austauschbar.
Um in der postmodernen Gesellschaft als Individuum bestehen zu können, bedarf es mehr denn je einer ausgeprägten Ambiguitätstoleranz, die einen Schutzschild repräsentiert, um alltägliche (Sinn-)Widersprüche überhaupt zu ertragen. In erster Linie resultieren solche Widersprüche aus pluralistischen Denkmustern und massiven Überschneidungen in der Aufgabenverteilung.
Besonders in der Berufswelt entpuppt sich eine intakte Ambiguitätstoleranz als nützlich. Zum Beispiel wird sich ein Außendienstmitarbeiter immer in dem Spagat befinden, sowohl seinen Kunden als auch seinem Chef zu gefallen: Einerseits möchte der Kunde bei der Bestellung von 5 Farbkopierern als Beigabe ein Gratisfaxgerät; andererseits betont der Chef immer wieder: "Wir haben nichts zu verschenken". Somit wird dieser Spagat zu einem ständigen Konflikt des Außendienstmitarbeiters, der mitunter zum Nervenzusammenbruch führt, wenn man nicht imstande ist, die diametralen Interessen (Chef+Käufer) zu managen und in Einklang zu bringen.
Ergo: Ambiguitätstoleranz ist ein Werkzeug, mit dem man doppeldeutige und (scheinbar) ausweglose Situationen im Job meistert, ohne dass der emotionale Ballast dabei einen zerstört.
Um ambiguitäre Komplexe besser zu handeln, muss gegebenenfalls die Rhetorik geschult werden.
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