Soft Skills



Soft SkillsGlossar/Lexikon

Affektive Motive

Gefühle, die uns motivieren

Affektive Motive sind Gefühlzustände, die eine Person dazu bewegen, eine bestimmte Handlung auszuführen. Sie können erklären, warum Personen die gleiche Situation unterschiedlich erleben, und sind ausschlaggebend dafür, warum sich Personen in bestimmten Situationen unwohl fühlen. Psychologisches Wissen über affektive Motive ist deshalb besonders für Trainer, Coaches oder Führungskräfte wichtig, um gegebenenfalls die situativen Bedingungen entsprechend der Motivlagen der Beteiligten verändern zu können (z. B. bei beruflichen Aufgaben, in Lehrveranstaltungen).

Vertreter der "Selbstbestimmungstheorie der Motivation" unterscheiden zwischen drei "basic needs": Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit. Die Annahme der Theorie ist, dass Personen, die sich als weitgehend selbstbestimmt, den Anforderungen gewachsen und in der Gruppe akzeptiert und integriert erleben, (intrinsisch) motivierter bei ihren Lern- und Arbeitsaufgaben sind.

McGuire unterscheidet dagegen acht affektive Motive in zwei Gruppen: Die affektiven Motive der ersten Gruppen dienen dem Erhalt von Gefühlszuständen. Gemeint sind damit die Bedürfnisse nach Reduktion unangenehmer Spannungszustände, nach Suche für Ausdrucksmöglichkeiten der eigenen Persönlichkeit, nach Aufrechterhaltung der eigenen Identität und nach Verstärkung bestehender Einstellungen. Die affektiven Motive der zweiten Gruppe dienen dagegen der Veränderung von emotionalen Zuständen. Zu dieser Gruppe gehören die Bedürfnisse nach Selbstbehauptung, nach gegenseitiger und selbstloser Hilfe, nach Steigerung des Selbstbewusstseins sowie nach Identifikation und Verhaltensanpassung.

Weiterführende Themen

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