Buchtipp: Gruppentraining sozialer Kompetenzen – GSK

Das „GSK“ (Gruppentraining sozialer Kompetenzen) ist ein Klassiker in der ‚Psycho-Szene‘, wenn man es so nennen will. Gemeint ist, dass es seit vielen Jahren weithin eingesetzt wird von Psychotherapeuten wie auch von Business-Trainern, wenn es um „Soziale Kompetenz“-Training geht. Warum? – Weil es trotz aller wissenschaftlichen Fundierung doch recht gut handhabbar ist für Trainer und Therapeuten und auch auch dem Trainierten zügig gute Erfolgserlebnisse ermöglicht. Letztlich hilft es sogar dem Leser, der ’selbst‘ seine Sozialkompetenz verbessern, aber nicht an einem Gruppentraining teilnehmen will.

Worum geht es im Kern? – Sehr vereinfacht: Klienten sollen in der Gruppe drei verschiedene Situationstypen in Form von Rollenspielen trainieren:

  1. „Recht durchsetzen“,
  2. „Selbstsicheres Verhalten in Beziehungen“,
  3. „Sympathie gewinnen“.

Mehr Sozialkompetenz durch mehr Selbstsicherheit und gezieltes Verhaltenstraining

Hintergrund des Trainings ist folgende Annahme bzw. Beobachtung: Menschen, die sich selbst als wenig „sozial kompetent“ erachten, häufig vor allen Dingen selbstunsicher sind. In vielen Fällen sind bzw. verhalten sie sich gar nicht „sozial inkompetent“. Das Problem liegt oft im Kontext von „Schüchternheit“ oder „selbstunsicherem Verhalten“:

  • Man traut sich nicht, andere Menschen anzusprechen.
  • Man empfindet vielfältige soziale Situationen als „unangenehm“ und vermeidet diese.
  • Man traut sich nicht, sein gutes Recht durchzusetzen, Forderungen zu stellen, jemanden um einen Gefallen zu bitten, zu stören.

Das Spektrum dessen, was sich wie „fehlende Sozialkompetenz“ anfühlt, ist äußerst breit. Doch egal ob es echte Verhaltensdefizite sind (jemand „benimmt sich echt daneben“) oder „nur“ Unsicherheiten im sozialen Umgang, in sozialen Situationen: Das „Gruppentraining soziale Kompetenz“ setzt ganz im Sinne psychotherapeutischer Verhaltenstherapie an: Man soll Situationen gezielt üben. Und mit dem Üben, während des Übens und durch das Üben positive Lernerfahrungen machen, Erfolgserlebnisse gewinnen, und damit an Selbstsicherheit gewinnen. Das ist ein ganz entscheidender Punkt, konkret im GSK, aber auch generell bei Verhaltenstherapien: Vermeidungsverhalten aufgeben und Erfolgserlebnisse erzeugen.

Schluss mit Vermeidungsverhalten, Erfolgserlebnisse erfahren, an Selbstsicherheit gewinnen

Dadurch wird ein bei vielen Betroffenen…

 


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Zitate aus diesem Buch:

Situationen, in denen ein mehr oder weniger großes Ausmaß an sozialer Kompetenz zum Tragen kommt, zeichnen sich immer dadurch aus, dass man an den oder die Interaktionspartner Forderungen hat (bzw. mit Forderungen konfrontiert wird). Insofern liegt – oberflächlich betrachtet – das Ziel des Handelnden klar auf der Hand: Er möchte seine Forderung erfüllt bekommen. Stellt man aber in Rechnung, dass ein Charakteristikum sozialer Situationen in ihrer Komplexität besteht, wird die Annahme einleuchten, dass ein Ziel zur Kennzeichnung der Handlungsmotive nicht ausreicht. (mehr …)

Arbeitsdefinition »soziale Kompetenz«. Unter sozialer Kompetenz verstehen wir die Verfügbarkeit und Anwendung von kognitiven, emotionalen und motorischen Verhaltensweisen, die in bestimmten sozialen Situationen für den Handelnden zu einem langfristig günstigen Verhältnis von positiven und negativen Konsequenzen führen. (mehr …)

Welche konkreten Verhaltensweisen sind gemeint, wenn man von sozialen Kompetenzen spricht? Um einen ersten Eindruck davon zu geben, soll hier eine Aufzählung von Gambrill wiedergegeben werden:

  • Nein sagen
  • Versuchungen zurückweisen
  • Auf Kritik reagieren
  • Änderungen bei störendem Verhalten verlangen
  • Widerspruch äußern
  • Unterbrechungen im Gespräch unterbinden
  • (mehr …)

Inhaltsverzeichnis (Auszug)

  1. I Grundlagen
  2. 1 Soziale Kompetenzen und Kompetenzprobleme
    1. 1.1 Soziale Kompetenzen
    2. 1.2 Soziale Kompetenzprobleme
    3. 1.3 Soziale Kompetenzen als Ressourcen
  3. 2 Ein Erklärungsmodell sozialer Kompetenzen und Kompetenzprobleme
    1. 2.1 Das Modell im Überblick
    2. 2.2 Problematische Teilprozesse
    3. 2.2.1 Situationale Überforderung
    4. 2.2.2 Kognitive Probleme: Wahrnehmung, Interpretation und Antizipation
    5. 2.2.3 Kognitive Probleme: Hintergrundfaktoren
    6. 2.2.4 Emotionale Probleme
    7. 2.2.5 Ungünstiges motorisches Verhalten
    8. 2.2.6 Verhaltenskonsequenzen
    9. 2.2.7 Zur Bedeutung einzelner Teilprozesse
  4. 3 Ätiologie sozialer Kompetenzprobleme
    1. 3.1 Entstehung sozialer Überforderung
    2. 3.2 Entstehung von Verhaltensdefiziten
    3. 3.3 Erwerb inkompetenter Verhaltensgewohnheiten
    4. 3.4 Erwerb sozialer Ängste
    5. 3.5 Entstehung kognitiver Dysfunktionen
    6. 3.6 Ungünstige Selbstverstärkungsgewohnheiten
    7. 3.7 Zusammenwirken von Ursachen
  5. 4 Interventionen
    1. 4.1 Trainings sozialer Kompetenzen – Konzepte und Anwendungsgebiete
    2. 4.1.1 Die Ansätze von Salter und Wolpe
    3. 4.1.2 Der lerntheoretische Ansatz der Social-Skills-Trainings
    4. 4.1.3 Kognitive Ansätze
    5. 4.1.4 Prozessorientierte Ansätze
    6. 4.1.5 Ansätze für verschiedene Klientengruppen
    7. 4.2 Konzeption des GSK
    8. 4.2.1 Sozial kompetentes Verhalten und Ziele des GSK
    9. 4.2.2 Drei Typen sozialer Situationen
    10. 4.2.3 Struktur und Aufbau des GSK
    11. 4.3 Evaluation des GSK
    12. 4.3.1 Empirische Erkenntnisse zu den Interventionsmethoden des GSK
    13. 4.3.2 Wirksamkeit des Gesamtprogramms
    14. 4.3.3 Langfristige Effekte
  6. II Praktisches Vorgehen
  7. 5 Manual zum Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)
    1. 5.1 Voraussetzungen
    2. 5.2 Durchführung
    3. 5.2.1 Erste Sitzung: Einführung des Erklärungsmodells
    4. 5.2.2 Zweite Sitzung: Diskriminationstraining und »Recht durchsetzen«
    5. 5.2.3 Dritte Sitzung: Analyse von Selbstverbalisationen
    6. 5.2.4 Vierte Sitzung: »Selbstsicheres Verhalten in Beziehungen« (Teil 1)
    7. 5.2.5 Fünfte Sitzung: »Selbstsicheres Verhalten in Beziehungen« (Teil 2)
    8. 5.2.6 Sechste Sitzung: »Sympathie gewinnen«
    9. 5.2.7 Siebte Sitzung: Diskrimination der Situationstypen
  8. 6 Ergänzende Hinweise und Materialien
    1. 6.1 Die Rollenspiele
    2. 6.2 Der projektive Videofilm
    3. 6.3 Entspannungstraining
  9. 7 Maßnahmen zur Erfolgskontrolle
    1. 7.1 Notwendigkeit von Erfolgskontrollen
    2. 7.2 Probleme
    3. 7.3 Messinstrumente
    4. 7.4 Auswertung
  10. III Anwendungsbeispiele

Offizielle Buchbeschreibung

Um Sympathie werben, sein Recht durchsetzen, Beziehungen aufbauen – soziale Kompetenzen sind sowohl im privaten als auch beruflichen Leben wichtiger denn je. Die Fähigkeiten lassen sich am besten in der Gruppe trainieren. Das »GSK« gilt dazu in Psychotherapie, Beratung und Coaching als Standardwerk.

Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen vermittelt in sieben Sitzungen die Grundlagen selbstsicheren Verhaltens. Durch Rollenspiele mit Videofeedback wird das Verhalten in unterschiedlichsten alltagsnahen Situationen eingeübt.

• Das Training sensibilisiert für die Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung und Interpretation von Situationen, von Gefühlen und Verhalten und vermittelt entsprechende Bewältigungstechniken.
• Das modular aufgebaute, zeitökonomische Verfahren kann sowohl von der Dauer als auch von den Inhalten her optimal an unterschiedliche Zielgruppen und Settings angepasst werden.

Das Buch enthält die wissenschaftlichen Grundlagen, ein Trainermanual mit der Darstellung des praktischen Vorgehens und Erfahrungsberichte von Anwendern aus verschiedenen Praxisbereichen.

Inkl. Arbeitsblättern und Fragebögen sowie Postern und Videos zum Download.

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© André Moritz, www.soft-skills.com